Geschichte
Die Anfänge
Die Kelten ließen sich um 1000 v. Chr. im Raum Heidelberg nieder. Eine doppelte keltische Ringwallanlage, die von der frühen Besiedlung zeugt, kann auch heute noch auf dem Hauptgipfel des Heiligenbergs besichtigt werden. Diese Befestigung wurde vermutlich zum Schutz gegen die um 400 v. Chr. vordringenden Germanen angelegt.Der Raum Heidelberg war lange, bis zu Beginn der römischen Zeit, politischer, religiöser und kultureller Mittelpunkt der Region. Um 200 v. Chr. verlagerte sich das Zentrum in das römische Lepodunum (Ladenburg). Die Gegend wurde jedoch weiterhin intensiv genutzt. Die keltische Siedlung auf dem Heiligenberg wurde von den neuen Besitzern in ein Merkurheiligtum umgewandelt. Im 3. Jahrhundert wurden die Römer endgültig von den Alemannen zurückgedrängt; im 6. Jahrhundert entstanden die fränkischen Dörfer Neuenheim und Bergheim, die auch heute noch als Stadtteile Heidelbergs existieren.
Mittelalter
Im frühen Mittelalter wurde das Michaelskloster auf dem hinteren Gipfel des Heiligenberg errichtet.Die erste schriftliche Erwähnung Heidelbergs stammt aus dem Jahr 1196, es ist aber bekannt, dass viele der umliegenden Gemeinden und Ortsteile erheblich älter sind. Die Universität wurde im Jahr 1386 gegründet und ist somit die älteste Universität auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik . Seit 1225 bis in die frühe Neuzeit war Heidelberg die Residenz des Pfalzgrafen, die zu den weltlichen deutschen Kurfürsten zählten. Die historische Bezeichnung für deren Herrschaftsgebiet war Kurpfalz.
Neuzeit
Der Dreißigjährige Krieg traf auch Heidelberg: Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz ("Winterkönig") wurde 1620 in der Schlacht am Weißen Berge geschlagen und die Stadt erobert. 1689 (und noch einmal 1693), im Zuge des französisch-pfälzischen Erbfolgekriegs, wurde Heidelberg erneut erobert und durch die Franzosen verwüstet. Dabei wurden die Altstadt und das Schloss zum Teil zerstört. Das Heidelberger Schloss gehört seither zu den weltweit berühmtesten romantischen Schlossruinen und ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands überhaupt. In der Altstadt blieb lediglich das heutige Hotel Ritter unversehrt, da es im Besitz eines französischstämmigen Hugenotten war.Im Jahre 1720 wurde die Residenz des Kurfürsten nach unzähligen Wiederaufbauversuchen nach Mannheim verlegt.
1840 wurde die erste Eisenbahnlinie in Baden (Mannheim - Heidelberg) eröffnet.
Um 1900 wurde das Schloss restauriert und ausgebaut. 1930 ermöglichten Spenden von US-Bürgern die Grundsteinlegung der Neuen Universität (Hörsaalgebäude).